* szenerien
     
 
    hyper.illu
… ist ein Album mit Beiträgen zu den Irrungen und Wirrungen zeitgeschichtlicher Ereignisse und Phänomene. Dem lateinischen Wahlspruch silendo libertatem servo (schweigend bewahre ich die Freiheit), der unter Geheimbünden beliebt ist, setzen wir mit blatio libertatem servo das Plappern im Dienste der Freiheit entgegen. Vieles ist durchaus seriös, es könnte aber vereinzelt zu satirischen Eintrübungen [1] kommen, um den Ernst der Lage klarer zu illustrieren.

Nach Lust und Laune entstehen hier seit Ende 2013 – teils interaktiv mit dem realen öffentlichen Raum verstrickt – bebilderte Artikel, die sich mit der versteckten Gegenwart historischer Ereignisse und Ausdrucksformen beschäftigen. Besondere Aufmerksamkeit findet hierbei die endlich in der Gesellschaft angekommene Verwendung des Quick-Response-Codes, einem Symbol geradezu für das Plappern im Geheimbund der Smartphoner_innen, den wir uns liebevoll zu modifizieren vorgenommen haben.

Um dem nonlinearen Begriff hypertext gerecht zu werden, verbinden wir den digitalen mit dem realräumlichen Zugriff und pflegen die Serendipität. Der Zufall – eine schnelle Antwort aus dem Nichts sozusagen – begünstigt nur einen vorbereiteten Geist und die präsentierten chunks of knowledge (Wissenseinheiten) bedürfen der Sinnstiftung durch den berüchtigten User und wir begreifen uns ganz zeitgemäß und im Sinne der um sich greifenden Selbstverwirklichung als die ersten Konsumenten unserer eigenen Machwerke.

So ist die abgebildete Desorientierung (lost in hyperspace) beabsichtigt und nicht die hier vorgestellten Fragmente beanspruchen Kohärenz, sondern ihre möglichen Anwenderungen.

Printen
In loser Folge werden gesammelte Beiträge auch als Druckerzeugnis herausgegeben. Sobald der erste Band erschienen ist, können Sie über diese Homepage bestellen, denn der Spatz in der Hand schlägt jede Taube im Virtuellen.

 








[1] Die Technik der "Klärung durch Eintrübung" ist allgemein bekannt durch das Bild vom Künstler, der – die Augen zusammenkneifend – einen Schritt von seinem Werk zurück tritt.